Die Arbeiten zur Pfeilerverstärkung liegen voll im Zeitplan. Vorlandpfeiler und Widerlager wurden bereits fertiggestellt und die Verstärkung der Strompfeiler läuft auf Hochtouren. Der Abschluss der Arbeiten erfolgt bis 2028.
Die seit August 2025 laufenden Arbeiten der ÖBB für die Pfeilerverstärkung an der Donaubrücke Mauthausen schreiten planmäßig voran. Insgesamt werden vier Strompfeiler, drei Vorlandpfeiler und die beiden Widerlager ertüchtigt, um den Tragwerkstausch der Straßenbrücke zu ermöglichen. Nach rund einem Jahr Bauzeit ziehen die ÖBB Bilanz: Erfolgreich verstärkt wurden bereits drei Vorlandpfeiler und die beiden Widerlager auf niederösterreichischer und oberösterreichischer Seite, womit die Arbeiten an Land fertiggestellt sind. Auch bei den Arbeiten an den Pfeilern im Flussbett wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht: An zwei von vier Brückenpfeilern konnten die Arbeiten Mitte 2026 abgeschlossen werden. Der dritte Strompfeiler wird derzeit verstärkt und soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Die ÖBB schaffen so die Grundlage für den Tragwerkstausch der Straßenbrücke, welcher im Jahr 2028 durch die Länder Oberösterreich und Niederösterreich durchgeführt wird.
Große Dimensionen, präzise Arbeit
Die Pfeilerverstärkung der Donaubrücke Mauthausen erfolgt dabei an Land und im Wasser in beeindruckenden Größenordnungen. Zur Bodenverfestigung wurden mittels Düsenstrahlverfahren – einem Verfahren, bei dem Boden und Bindemittel unter hohem Druck vermischt und verfestigt werden – über 6.600 Kubikmetern Suspension eingebracht. Darüber hinaus wurden bisher rund 4.000 Kubikmeter Beton verarbeitet und knapp 600 Tonnen Bewehrungsstahl für eine Verlängerung und Verbreiterung der Pfeiler verbaut. Besonders herausfordernd sind die Arbeiten an den Pfeilern in der Donau selbst: Baumaschinen und Materialien werden über eine mit dem Ufer verbundene Arbeitsplattform im Wasser zu den Pfeilern transportiert. Der Arbeitsbereich wird anschließend mittels sogenannter „Spundwände“, also ineinandergreifender Stahlprofile, die eine dichte Wand bilden, trockengelegt. Die Bauarbeiten an den Brückenpfeilern erfordern damit an Land wie im Wasser ein hohes Maß an technischem und logistischem Geschick.
Nächste Schritte an Strompfeilern
Zurzeit wird der dritte von insgesamt vier Pfeilern im Wasser verstärkt. Mithilfe eines Spundwandkastens wird der Arbeitsbereich im Flussbett trockengelegt, sodass eine Verstärkung des Pfeilers und dessen Verankerung im Boden vorgenommen werden können. Diese umfangreichen Arbeiten starten Anfang 2027 auch beim vierten und letzten Strompfeiler, dessen Fertigstellung bis 2028 geplant ist.
Tragwerkstausch in Vorbereitung
Damit die Donaubrücke Mauthausen als zentrale Verkehrsverbindung zwischen Ober- und Niederösterreich auch in Zukunft bestehen bleibt, muss die Straßenbrücke erneuert werden. Parallel zu den Arbeiten der ÖBB laufen die Vorbereitungen der beiden Bundesländer Ober- und Niederösterreich für den Tragwerkstausch der Straßenbrücke im Jahr 2028. Der Bauauftrag wurde vor dem Sommer vergeben, aktuell laufen umfassende Vorbereitungsmaßnahmen, damit die Arbeiten noch im Herbst starten können.
Foto: Schimetta Consult/ Marlene Pointner




