Häufig gestellte Fragen

Der Neubau einer Brücke ist dringend notwendig, um das stetig zunehmende Verkehrsaufkommen in der Region Enns-Donau-Winkel zu bewältigen, Pendlerinnen und Pendler zu entlasten sowie die regionale Wirtschaft bestmöglich für die Zukunft zu rüsten. Die bestehende Brücke mit zwei Fahrstreifen kann das alleine nicht leisten.

Die Vorstudie zum Projekt Neue Donaubrücke hat die verschiedenen Brückenstandorte untersucht. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass eine neue Brücke östlich der bestehenden Brücke am verkehrswirksamsten ist. Der Standort ist somit als bester aus der Studie hervorgegangen. Eine „einfache Adaptierung“ ist baulich auch nicht möglich. 

 

Der prognostizierte Verkehr von 27.800 Kfz/24h für das Jahr 2035 erfordert neben dem Bau einer zweiten Brücke auch einen zusätzlichen 4-streifigen Ausbau der Landesstraße B123, um eine entsprechende Leistungsfähigkeit sicherstellen zu können. Eine zweistreifige Fahrbahn kann den prognostizierten Verkehr nicht aufnehmen. Dies hätte unerwünschten Ausweichverkehr durch die umliegenden Ortschaften zur Folge.

Die geschätzten Gesamtkosten für den Neubau der Donaubrücke sowie die Erneuerung der bestehenden Donaubrücke Mauthausen betragen 137 Millionen Euro.

Die Kosten werden zwischen den Bundesländern Ober- und Niederösterreich im Verhältnis 55 zu 45 Prozent aufgeteilt.

Sowohl auf der neuen Donaubrücke wie auf der erneuerten alten Donaubrücke werden Fußgänger*innen- und Radfahrer*innenwege errichtet, um eine adäquate Verbindung zwischen den beiden Bundesländern zu ermöglichen. Auch die Anbindung an den Donauradweg ist sichergestellt. Alle neu errichteten Anlagen werden selbstverständlich barrierefrei gestaltet.

Die Gemeinden Ennsdorf, St. Valentin und St. Pantaleon-Erla sind außerdem Bestandteil der „Potenzialregion St. Valentin“, die die Radwegplanung gemeindeübergreifend betrachtet und auch sehr eng mit den Planungen zur neuen Donaubrücke abstimmt. 

Für die meisten großen Bauvorhaben ist ein Verfahren nach dem UVP-Gesetz (Umweltverträglichkeitsprüfung) erforderlich. Dabei werden die Auswirkungen eines Projektvorhabens auf die Umwelt beschrieben und von Sachverständigen aus verschiedensten Fachbereichen beurteilt. Prüfbereiche sind etwa Ökologie und Landschaftsbild. Das Verfahren sieht auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Die Verfahrensfrist beträgt im Regelfall neun Monate.

Die Auswirkungen auf die Umwelt wurden bereits im Vorprojekt von einem Fachplaner erhoben und in der Wirkungsanalyse bewertet. Das Ergebnis zeigt, dass die Trassenvariante 12 den Beurteilungsaspekten Mensch, Raum und Umwelt mit einem vergleichsweise geringen Flächenverbrauch am meisten entspricht. Die Umsetzung der Variante hat eine sehr geringe Auswirkungen auf das Schutzgut Biologische Vielfalt sowie auf landwirtschaftliche Nutzungen oder jagdbare Tiere.

Die neue Donaubrücke inkl. der erforderlichen Vorlandbrücken werden so gestaltet, dass der Hochwasserabfluss weiterhin gewährleistet ist und es keine Auswirkungen auf die Anrainer*innen und die Schifffahrt geben wird. 

Im Rahmen der Vorstudie „Donaubrücke Mauthausen 2018“ wurden mögliche Standorte (Ost, Bestand und West) der Donaubrücke gemäß folgender Kriterien untersucht:

  • Siedlungswesen und Landschaft
  • Naturraum und Bodennutzung
  • Verkehr


Unter Berücksichtigung dieser Kriterien zeigte sich, dass der Standort Ost ideal für die neue Donaubrücke ist. Ein weiterer Pluspunkt: Die bereits bestehende Schneise für die Hochspannungsleitung im Bereich des Donauwaldes kann genützt werden.

Im Zuge des Vorprojektes wurden die Lebensräume und Wanderkorridore der im Projektraum lebenden Tiergruppen erhoben und auf mögliche Konflikte hin überprüft. 

Im Zuge der Einreichplanung für das Projekt wird eine lärmtechnische Untersuchung, basierend auf den prognostizierten Verkehr, durchgeführt. Anhand des Ergebnisses dieser Untersuchung werden – wo erforderlich – Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt oder die bestehenden Lärmschutzmaßnahmen adaptiert und auf den prognostizierten Verkehr angepasst. Dies stellt auch einen wesentlichen Bestandteil des UVP- Genehmigungsverfahrens zur neuen Donaubrücke Mauthausen dar.

Bereits im Sommer 2021 wurde seitens ecoplus die Adaptierung des Lärmschutzdamms entlang der Umfahrung B123 Pyburg-Windpassing in Angriff genommen. Hierzu entstand eine 8 Meter hohe Lärmschutzwand. Diese beginnt beim Kreisverkehr Windpassing und verläuft entlang der B123 Richtung Mauthausen bis etwa zur Mitte der Umfahrung.

 

Im Bereich Alt Pyburg – Pyburg kommt es zu einer Entlastung um rund 1.700 Kfz/24h. Im Bereich Arthof-Stögen beträgt sie rund 1.200 Kfz/24h. Für den Bereich Rems beträgt die Entlastung rund 1.500 Kfz/24h. Diese Zahlen stellen den Vergleich der Verkehrsprognosen mit dem Referenzjahr 2035 dar.
Zu weiteren Anbindungen gibt es im Projekt keine Pläne.