Tragwerkstausch der Donaubrücke Mauthausen im Zeitplan: Erster Pfeiler fertiggestellt

Seit August 2025 laufen die Arbeiten zur Pfeilerverstärkung an der Bestandsbrücke in Mauthausen. Insgesamt werden sieben Pfeiler und zwei Widerlager von den ÖBB ertüchtigt, um die Straßensanierung auf der Donaubrücke zu ermöglichen. Die Länder Oberösterreich und Niederösterreich werden im Jahr 2028 den Tragwerkstausch vornehmen. Nach rund acht Monaten Bauzeit ist der erste Strompfeiler fertig. Damit liegen die Vorbereitungsarbeiten für den Tragwerkstausch im Zeitplan.

Mit der Fertigstellung des ersten Strompfeilers in der Donau wurde ein bedeutender Meilen-stein für den Straßentragwerkstausch der Bestandsbrücke in Mauthausen gelegt. Die Arbeiten konnten gemäß Bauzeitplan durchgeführt und abgeschlossen werden.

Auch das Widerlager am niederösterreichischen Donauufer ist weitgehend fertiggestellt. Parallel wird mit Hochdruck an den weiteren drei Strompfeilern im Wasser und den drei Vorlandpfeilern gearbeitet. 

 
Beeindruckende Baustelle

Um die Arbeiten an den Strompfeilern durchführen zu können, wird eine sogenannte Pontonbrücke hergestellt. Diese besteht aus mehreren verbundenen Schiffen, die wiederum mit dem Ufer verbunden sind. So können Baufahrzeuge und Materialen zum Pfeiler trans-portiert werden. Um die Pfeilerertüchtigung durchführen zu können, wird im ersten Schritt ein Spundwandkasten – eine dichte, umschließende Stahlwand im Wasser, die den Arbeitsbereich trockenlegt – hergestellt. Die Ertüchtigung des Pfeilers umfasst ebenso die feste Verankerung in der Flusssohle, welche an dieser Stelle aus Granit besteht. Mit einem 100 Tonnen schweren Seilbagger werden Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,2 Metern und einer Gesamt-länge von rund 380 Metern hergestellt. Anschließend kann der Spundwandkasten ausgepumpt und der Baubereich trockengelegt werden. Im nächsten Schritt werden die Verlängerung und Verbreiterung an den sichtbaren Bereichen des Pfeilers vorgenommen. Insgesamt wurden in den ersten Pfeiler etwa 940 Kubikmeter und in die Bohrpfähle weitere 426 Kubikmeter Beton sowie rund 225 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.

Bis Mitte Mai wurde abschließend der Spundwandkasten abgebaut, womit der neue Pfeiler erstmals frei im Donauwasser steht.


Fotos: Schimetta Consult/Marlene Pointner

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