Häufig gestellte Fragen

Die Vorstudie zum Projekt Neue Donaubrücke hat die verschiedenen Brückenstandorte untersucht. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass eine neue Brücke östlich der bestehenden Brücke am verkehrswirksamsten ist. Der Standort ist somit als bester aus der Studie hervorgegangen. Eine „einfache Adaptierung“ ist baulich auch nicht möglich. 

 

Sowohl auf der neuen Donaubrücke wie auf der Bestandsbrücke werden Geh- und Radwege errichtet, um eine adäquate Verbindung zwischen den beiden Bundesländern zu schaffen. Die direkte Anbindung der Donaubrücke zum Betriebsgebiet Eco Plus entlang der Umfahrung bleibt aufrecht. Auch die Anbindung an den Donauradweg ist sichergestellt. Alle neu errichteten Anlagen werden selbstverständlich barrierefrei gestaltet.

Im Juli 2022 wurde das Projekt für den Neubau der Donaubrücke bei Mauthausen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht. Die zuständigen Behörden haben das Vorhaben geprüft und Im Februar 2024 als umweltverträglich bewertet. Bis Jänner 2026 hat sich das Bundesverwaltungsgericht in  mehreren Verfahrensschritten mit den Beschwerden gegen die Bescheide befasst. Seit 13. Jänner 2026 liegt nun das positive Erkenntnis vor und die Neue Donaubrücke Mauthausen darf nun unter Einhaltung von Maßnahmen und Auflagen gebaut werden.

Alle Planungsarbeiten, wie etwa die Zufahrtswege zur Baustelle oder geologische Sondierungen, wurden umfassend auf ihre ökologische Verträglichkeit geprüft. Arbeiten in der Donau für den Bereich Wasserökologie werden auf die Laichzeiten der Fische abgestimmt. Sondierungen in ökologisch sensiblen Bereichen wurden bewusst in den Winter verlegt. Um Wildtieren wie Rehen und Hirschen sichere Wanderungen zu ermöglichen und Wildunfälle zu vermeiden, ist für den Zubringer zur neuen Brücke eine Wildquerungshilfe geplant.

Die Umweltverträglichkeit wurde bereits im September 2023 von GutachterInnen bestätigt. Der dazugehörige Maßnahmenkatalog sieht beispielsweise Ersatzaufforstungen im Ausmaß von 2,7 Hektar oder die Errichtung eines neuen Amphibienteichs vor.

Die neue Donaubrücke inkl. der erforderlichen Vorlandbrücken werden so gestaltet, dass der Hochwasserabfluss weiterhin gewährleistet ist und es keine Auswirkungen auf die AnrainerInnen und die Schifffahrt geben wird. 

Im Zuge des Vorprojektes wurden die Lebensräume und Wanderkorridore der im Projektraum lebenden Tiergruppen erhoben und auf mögliche Konflikte hin überprüft. 

Um Wildtiere wie Rehe, Hirsche etc. gefahrlose Wanderbewegungen zu ermöglichen und für den Hochwasserfall Ausweichrouten zu bieten, ist für den Zubringer zur neuen Brücke eine Wildquerungshilfe vorgesehen. Die Planungen erfolgten in enger Abstimmung mit der Jägerschaft.

Im Bereich Alt Pyburg – Pyburg wird der Verkehr um etwa 1.700 Fahrzeuge pro Tag verringert. Bei Arthof-Stögen kommt es zu einer täglichen Entlastung von rund 1.200 Fahrzeugen. In Rems sinkt der Verkehr um etwa 1.500 Fahrzeuge pro Tag. Diese Zahlen basieren auf Verkehrsprognosen im Vergleich zum Referenzjahr 2035.

Zu weiteren Anbindungen gibt es im Projekt keine Pläne.

Eine neue Brücke ist notwendig, um die Region zukunftsfit für das stetig wachsende Verkehrsaufkommen Enns-Donau-Winkel zu machen. Studien prognostizieren für das Jahr 2035 mehr als 27.000 Fahrzeuge pro Tag. Aktuell sind es rund 22.000. Die jährlichen Verkehrszählungen bestätigen den vorhergesagten Anstieg. Zwei Spuren können eine praktikable, staufreie und sichere Anbindung der Regionen untereinander in Zukunft nicht gewährleisten. Die Bevölkerung und die regionale Wirtschaft brauchen tragfähige und leistungsstarke Verbindungen.

Der Neubau einer Brücke ist dringend notwendig, um das stetig zunehmende Verkehrsaufkommen in der Region Enns-Donau-Winkel zu bewältigen, Pendlerinnen und Pendler zu entlasten sowie die regionale Wirtschaft bestmöglich für die Zukunft zu rüsten. Die bestehende Brücke mit zwei Fahrstreifen kann das alleine nicht leisten.